Beate Jantzer

Über mich

Geboren 1964 in Lörrach im Schwarzwald habe ich nach meinem Abitur im Rahmen von Aktion Sühnezeichen/Friedensdienst zwei Jahre in USA und London verbracht. Mein Einsatz in der Gemeinwesenarbeit eines sozialen Brennpunkts und vor allem die Arbeit mit und für Frauen aus ethnischen Minderheiten (häufig alleinerziehende Mütter) war für mich selbst eine wichtige Auseinandersetzung mit meinem Standpunkt als junge weiße Frau.






Studienzeit

Ab 1986 habe ich in Köln Sozialarbeit studiert und anschließend in verschiedenen Tätigkeitsbereichen vielfältige Erfahrungen gesammelt. Mein inhaltlicher Schwerpunkt lag in der Arbeit mit Frauen und speziell in den Themen häusliche und sexuelle Gewalt, Trennung/Scheidung und Krisenberatung. Der Aufbau der Frauenberatungsstelle Leverkusen hat diese Arbeiten noch intensiviert.

Persönliche Entwicklung

Durch eigene Therapieerfahrungen und das Bedürfnis nach Horizonterweiterung entschied ich mich 1991 zu einer Ausbildung in Tranksaktionsanalyse. Seit 1994 arbeite ich auch in eigener Praxis und habe durch verschiedene Weiter- und Fortbildungen meinen Handlungsspielraum ständig erweitert. Durch die Geburt meiner Tochter im Jahr 1997, die ich gemeinsam mit meiner Lebensgefährtin groß ziehe, fand in mir selbst ein intensiver Wandel und ein Wechsel meiner Blickrichtung statt. Auf der Suche nach dem Eigenen und positiven Elterninstanzen begegnete mir das Buch „Im Einklang mit dem Inneren Kind“ von Samuels/Lukas. Gleichzeitig entstanden erste Berührungspunkte mit buddhistischen Lehren und Meditation. Die Kombination aus beidem eröffnete mir einen Zugang zu autonomer und sinnhafter innerer Arbeit, die ich schließlich mehr und mehr auch in meinen therapeutischen Kontext einfließen ließ und lasse.

Buddhistische Sichtweise

In den vier „Edlen Wahrheiten“ und vor allem dem Punkt der „Auflösung des Leidens“ fand ich in meiner persönlichen Krisenzeit einen Anhaltspunkt für die Erweiterung meiner bisherigen Seins- und Handlungsweise. Die intensive Beschäftigung mit buddhistischen Lehren und das regelmäßige Praktizieren von Mitgefühls- und Gleichmutsmeditationen bewirkten in mir selbst und schließlich auch in meiner Arbeit eine Aufweichung bisheriger Strukturen. Ich erkannte, dass die würdigende und liebevolle Zuwendung auch zu schwierigen oder dunklen Seiten eine echte Veränderung bewirken kann, die mich selbst liebe- und friedvoller sein ließen. Aus dieser Haltung heraus kann ich auch meinem Umfeld – privat wie beruflich – anders begegnen.

Essenz meiner Arbeit

In jedem Menschen wohnt ein Potenzial, das leben und sich entfalten will. Aus buddhistischer Sicht nenne ich das die Buddhanatur. Diese inneren Schätze zu bergen und freizusetzen, gehört für mich zu den vorrangigsten und schönsten Aufgaben meiner Arbeit als therapeutische Begleiterin. Vielfältiges therapeutisches Handwerkszeug, positive Neugier und echtes Interesse an Menschen, kombiniert mit einer wertschätzenden und partnerschaftlichen Sicht, machen den Kern meiner Tätigkeit aus.